Jürgen Faè

CEO, Founder

Jürgen Faè

CEO, Founder Commitly

Musst Du als Gründer Deinen Umsatzplan bzw. Liquiditätsplan alleine schreiben …? (Quora)9 min read

Es ist nicht falsch, sich für den Businessplan Unterstützung zu holen. Die Inhalte aber müssen vom Gründer(team) kommen. Wie der Berater dies erreicht, ist eine Frage des Stils, des vereinbarten Leistungsumfangs und damit des Honorars. Er kann z.B. Templates zum Ausfüllen zur Verfügung stellen oder in gemeinsamen Workshops abgeleitet aus den Unternehmenszielen den Plan mit Zahlen füllen.

Ich möchte hier aber eine Unterscheidung zwischen Businessplan und Liquiditätsplan treffen.

Der Businessplan gibt bzw. soll die strategische Richtung des Unternehmensvorgeben. Wo soll das Unternehmen in drei Jahren stehen? Wieviel Umsatz soll es machen? Mit wievielen Mitarbeitern? Welche Kostenstruktur ergibt sich daraus? Da kommen die Stärken von guten Beratern ins Spiel, wenn man sie denn unbedingt braucht.

Der Liquiditätsplan ist etwas anderes. Der Liquiditätsplan soll die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen und die Handlungsspielräume aufzeigen. Kann ich die neue Mitarbeiterin überhaupt einstellen, die mein Businessplan vorgibt? Kann ich den Markteintritt wie geplant umsetzen?

Während der Businessplan sich über einen Zeitraum von 6–12 Monaten kaum verändert (bzw. verändern sollte), ergibt sich der Liquiditätsplan zu Beginn aus dem Businessplan und ist in der Regel wöchentlich zu aktualisieren. Aus meiner Sicht kann das nur vom Gründer(team) erfolgen. Ein Berater wäre hier falsch eingesetzt (und zu teuer). Ein gut gemachter und laufend aktualisierter Liquiditätsplan ist übrigens die beste Basis für den überarbeiteten Businessplan.

Wie du den Liquiditätsplan aktualisierst und aufsetzt ist Geschmacksache. Da gibt es die komfortable Situation: Ich habe das im Gefühl und meine Liquiditätsreserven sind so groß, dass ich mit Abweichungen gut umgehen kann. Den “Old-School” Ansatz: Ich habe ein super Excel erstellt und aktualisiere das regelmäßig. Und die Möglichkeit, Cloud basierte Toolseinzusetzen.

Der erste Ansatz wird problematisch, sobald das Thema Finanzierung ansteht. Dazu benötigt man immer einen Liquiditätsplan. Der zweite Ansatz birgt viele Fehlerquellen, ist manuell und in der Regel an eine Person gebunden.

Cloud basierte Tools gibt es in diesem Bereich vor allem für kleinere Unternehmen wenige. Online Accounting Tools können eine Planung abbilden und evtl. daraus auch eine Liquiditätsplanung erstellen.

(…) Wir haben uns die letzten 10 Jahre über diese Lücke immer geärgert und deswegen unser Produkt COMMITLY entwickelt. COMMITLY ist Software für besseres Liquiditätsmanagement. Einzige Voraussetzung ist ein Online Bankkonto.

Hier gehts zur ursprünglichen Frage auf Quora

Credits: Photo by Verne Ho on Unsplash

 

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