Jürgen Faè, CEO COMMITLY

Jürgen Faè

CEO, Founder Commitly

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Der Businessplan

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Der Businessplan: unverzichtbares Element moderner Unternehmen

 

Ohne Plan ist alles schwierig – und das trifft insbesondere auf die Unternehmensgründung und die langfristige Führung von Firmen zu. In diesem Beitrag besprechen wir daher das Thema Businessplan: Was ist das, wie funktioniert er und wie verhilft er meinem Unternehmen zu mehr Erfolg?

 

Was ist ein Business Plan?

 

Grundsätzlich handelt es sich beim Business-Plan um eine strukturierte(!) Zusammenfassung eines Geschäftskonzeptes. Darin enthalten sind mehrere Punkte. Sie klingen vermeintlich einfach und selbstverständlich, doch ihre genaue Ergründung ist dennoch notwendig:

 

Strategie

Wie soll Ihre Geschäftsidee im Detail überhaupt funktionieren? Träumen können wir alle – die Umsetzung ist es, an der es meistens scheitert. Eine Strategieausarbeitung hilft, diesem potenziellen Scheitern entgegenzusteuern.

 

Risikoanalyse

Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Egal, wie Ihr Geschäftskonzept aussieht: Mit Risiken (und damit verbunden auch Chancen) werden Sie immer zu kämpfen haben. Diese werden in diesem Schritt zusammengefasst.

 

Zielgruppe

Es gibt keine Produkte, die für ausnahmslos jeden Menschen geeignet sind. Mit einem neuen Sportgerät werden Sie keine hochbetagten Menschen erreichen – und elegante Kleider sprechen keine Teenager an. Analysieren Sie also Ihre Zielgruppe möglichst exakt.

 

Finanzen / Finanzplan

Eine Idee mag gut sein – aber ist sie auch finanzierbar? Wie viel kostet die Herstellung Ihres Produktes oder das Angebot einer Dienstleistung und für wie viel Geld können Sie sie (realistisch betrachtet) weiterverkaufen?

 

Vor allem mit dem wirtschaftlichen Anteil des Businessplans steht und fällt oft dessen Umsetzung. Das gilt besonders, wenn Sie ein Projekt umsetzen möchten, das Ihnen am Herzen liegt – denn die bittere Realität der Unwirtschaftlichkeit schlägt dann besonders hart zu. Möglicherweise ist der Kapitalbedarf so hoch, dass Sie das Vorhaben an dieser Stelle gleich wieder zu Grabe tragen dürfen.

 

Am Ende werden Sie also vorrangig einen Businessplan erstellen, um Ideen, Ziele und die Finanzen der Unternehmensgründung unter die Lupe zu nehmen. Holen Sie sich dazu unbedingt einen möglichst unabhängigen Berater mit ins Boot (oder einen Freund mit einer gesunden Portion Skepsis). Ja-Sager können Sie in dieser Phase nicht gebrauchen, sondern Menschen, die sich nicht scheuen, unangenehme Fragen zu stellen.

 

Es kann nicht schaden, sich ein Businessplan Beispiel anzusehen. So wird aus abstrakten Vorstellungen ein greifbarer Prozess.

 

Machen Sie alles richtig, haben Sie sich am Ende einen kleinen Leitladen erstellt, der Ihnen auf dem Weg helfen wird.

 

Sinn und Zweck des Businessplans

 

Klar ist: Ohne Business Plan wird es schwierig, Banken und andere Investoren vom eigenen Vorhaben zu begeistern. Sitzen Sie in einer Bank einem Berater gegenüber, der Ihnen einige typische Fragen für Unternehmensgründer stellt und Sie antworten ausweichend und wenig vorbereitet, schwinden Ihre Chancen auf eine Kapitalspritze drastisch(!). Das gilt übrigens auch und ganz besonders für interne Stakeholder, wie z.B. Bereichsleiter oder Vorstände.

 

Man könnte daher argumentieren: Ich brauche eine Businessplan Vorlage, um Investoren zufriedenzustellen.

 

Das ist im Kern richtig, doch die Realität sieht so aus, dass Sie vor allem für sich selbst daran arbeiten. Es mag anstrengend wirken und sicherlich werden Sie es kaum erwarten können, mit dem eigentlichen Tagesgeschäft loszulegen. Ohne einen Plan werden aber auch Sie schnell merken, dass Sie wichtige Fragen einfach nicht beantworten können – und dann steht das gesamte Projekt still.

 

Einer der Hauptgründe für das Scheitern junger Unternehmen innerhalb der ersten drei Jahre ist der Mangel an Planung. Viele unerfahrene Unternehmer gehen in ihren Annahmen von einer statischen Welt aus: Ich eröffne an Standort A ein Bekleidungsgeschäft, denn in dieser Straße sind immer viele Menschen unterwegs, sodass für Kundschaft gesorgt ist.

 

Die dynamische Realität sieht jedoch so aus, dass die Konkurrenz auf die gleiche Idee kommen könnte, dass Bauarbeiten an der Straße den Kundenfluss bremsen könnten, dass sich Ihre Zielgruppe in den nächsten Jahren aus dem Stadtteil zurückziehen könnte und so weiter. Sind Sie in der Lage, für alle Eventualitäten vorsorgen? Natürlich nicht! Aber Sie können Ihre Finanzen so planen, dass ein gewisser Puffer vorhanden ist – dass Sie also auch durch „schlechte Zeiten“ kommen, ohne dass Sie das Geschäft schließen müssen.

 

Ein Businessplan ist daher in erster Linie auch ein Instrument, das Sie verwenden, um sich gegen Risiken abzusichern. Wer einfach „draufloswirtschaftet“, wird keinen Erfolg haben. Der Plan ist damit auch ein Wegweiser, auf den Sie sich verlassen können, wenn das Gelände einmal undurchsichtig wird und es in Strömen regnet.

 

Wie erstelle ich meinen Businessplan?

 

Die Versuchung ist groß, einfach ein Businessplan Muster zu nehmen, den bestehenden Namen gegen Ihren eigenen auszutauschen und den Plan abzugeben. Diese Idee ist deshalb so verführerisch, weil die Erstellung eines Businessplans so aufwendig ist. Wie viel einfacher es doch wäre, diese Arbeit komplett auszulagern!

 

In der Praxis raten wir dringend davon ab: Die meisten guten Investoren kennen bestehende Businessplan Beispiele zur Genüge. Das würde ein schlechtes Licht auf Sie werfen, da die Person – wohl zu Recht – sofort erkennen würde, dass Sie nicht mit vollem Elan hinter Ihrer Idee stehen. „Wenn ein Mensch schon keinen Plan erstellen kann, wie soll er dann ein Unternehmen führen?“

 

Am Anfang ist es eine enorme Herausforderung, diesen Businessplan zu erstellen: Sie sitzen – vielleicht allein, vielleicht auch mit Geschäftspartnern – vor einem leeren Blatt Papier. Je leerer das Blatt, desto einschüchternder wirkt es.

 

Excel oder Word zur Businessplan Erstellung

Sehr einfach geht es mit Programmen wie Excel oder Word. Sie schreiben einfach los und erstellen im Laufe der nächsten Tage und Wochen den Plan. Auch, wenn diese Methode heute als etwas veraltet angesehen wird, gilt: Machen Sie Ihre Sache überzeugend und sind Sie mit Leidenschaft bei der Sache, spricht nichts dagegen.

 

Verwendung von Vorlagen

Die zweite Methode besteht in der Nutzung von Vorlagen. Vorlagen bringen Struktur und Sicherheit in das Businessplan Muster. Das ist ein Vorteil, da Sie auf diese Weise „nur“ einige Felder ausfüllen müssen. Unerfahrene Anwender plagen hier eher andere Fehlerquellen, wie etwa komplexe Excel-Formeln und Formatierungen. Aus unserer Sicht ist es daher fast noch besser, die erste Methode zu wählen.

 

Spezielle Businessplan Software

Zuletzt haben Sie noch die Option, spezielle Software für den Businessplan zu verwenden.

Programme dieser Art sind mit Hinweisen und Assistenten angereichert, Formatierungen und Gliederungen bestehen bereits und jede noch so winzige Kleinigkeit lässt sich anpassen, auch wenn Sie kein Softwareveteran sind. Am Ende drucken Sie den fertigen Businessplan damit auch aus oder versenden ihn direkt via E-Mail.

 

Der Nachteil an dieser Methode ist offensichtlich: Sie kostet Geld. Software dieser Art gibt es nicht umsonst, um eine Investition kommen Sie also nicht herum. Wahrscheinlich handelt es sich aber auch um die effektivste, vielversprechendste Art, Investoren einen Businessplan zu unterbreiten.

 

Was gehört in meinen Businessplan?

 

Viele einzelne Punkte ergeben am Ende einen komplettierten Businessplan. Mit einer DIN-A4-Seite ist es nicht getan – eher ist es schon eine kleine Dokumentensammlung, die bei den Investoren auf dem Schreibtisch landet:

 

Grundlegende Idee und Zielgruppe

Was ist Ihre Idee, was ist Ihr Angebot und wen sprechen Sie damit an? Werden Sie dabei so konkret wie möglich und erläutern Sie genau, welche Art von Sportschuhen (beispielsweise) Sie an welche Personengruppen verkaufen möchten.

 

Der Wettbewerb

Wie umfangreich ist Ihr Markt und wie wird er sich in Zukunft entwickeln? Welche Mitbewerber existieren sowohl regional als auch im Internet und wie können Sie in diesen (oft hart umkämpften) Markt eindringen? Wer blauäugig in die Sache geht, bekommt am Ende meist auch ein blaues Auge.

 

Unternehmensziele

Die Auflistung von kurz- bis langfristigen Zielen geben Richtung und Strategie vor und lassen Investoren wissen, dass Sie sich nicht nur über das Hier und Jetzt Gedanken gemacht haben, sondern auch über die kommenden Jahre – und darauf kommt es diesen Personen vorrangig an.

 

Unternehmensstrategie

Mit welcher Strategie setzen Sie Ihre soeben ins Auge gefassten Ziele um? Was für einen Nutzen bieten Sie den Kunden, der nicht vorher bereits am Markt vertreten war? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? Werden Sie hier so konkret wie möglich.

 

Marketing

Ohne Werbung geht es (leider) nicht. Kennt der Kunde Sie nicht, wird er auch nicht zu Ihnen kommen. Das Marketingbudget ist oft sehr begrenzt, sodass Sie jeden Euro so effizient wie möglich einsetzen müssen. Stellen Sie hier vor, auf welchen Kanälen Sie Ihre Zielgruppe kostengünstig und effektiv ansprechen.

 

Rechtliches

Rechtsformen und Genehmigungen, voraussichtliche Steuerbelastungen, Unternehmensnamen und Vorstellungen, wie sich die Buchhaltung abwickeln lässt: Das sind alles sehr trockene Themen, für die sich kaum jemand begeistern kann – doch notwendig sind sie leider.

 

Organisation des Betriebs

Wo arbeiten Sie mit wie vielen Mitarbeitern und wie sind diese strukturiert? Warum sind Sie gut geeignet, um dieses Vorhaben umzusetzen? Wer auf diese Fragen nicht antworten kann, hat kaum Chancen – denn Investoren lieben geordnete und damit gut planbare Teams.

 

Finanzierung

Wie viel Kapital brauchen Sie und wie planen Sie die Beschaffung dieser Gelder? Haben Sie umfangreiche finanzielle Mittel in der Hinterhand oder kalkulieren Sie praktisch auf Messers Schneide? Geplante Investitionen und Liquidität sind Themen, die auf jeden Fall von Investoren beleuchtet werden.

 

Risiken- und Chancenabwägung

Wo liegen Ihre Stärken und große Wachstumspotenziale und welchen Schwächen müssen Sie sich stellen? Bauen Sie hier einen Plan auf, der genau aufzeigt, wie Sie Möglichkeiten maximal ausnutzen und Risiken gleichzeitig bestmöglich minimieren.

 

Zusammenfassung (Executive Summary)

In der abschließenden Zusammenfassung (oft wird auch der englische Begriff der Executive Summary benutzt) geben Sie noch einmal einen ganzheitlichen Überblick über alle wichtigen Aussagen. Unterschätzen Sie diese Seite nicht: Oft überfliegen Leser den Rest und schauen sich gleich die Zusammenfassung an. Das ist zwar nicht richtig, aber gang und gäbe – passen Sie hier also besonders auf.

 

Fertig: Diese wesentlichen Punkte sind in einem guten Plan vorhanden und auch in jeder ansprechenden Businessplan Vorlage zu finden. Nehmen Sie sich dafür genauso viel Zeit und stecken Sie so viel Herzblut rein wie in Ihr eigentliches, geplantes Geschäft.

 

Sollte ich mir Hilfe holen?

 

Unbedingt! Kaum jemand erstellt aus dem Nichts heraus einen Businessplan, geht zu einer Bank, bekommt einen Millionenkredit und spaziert wieder heraus. Es ist viel harte Arbeit mit diesem Plan verbunden – und die werden Sie wahrscheinlich nicht allein stemmen können.

 

Die einfache Möglichkeit besteht darin, im Freundes- und Bekanntenkreis zu fragen: Vielleicht kennen Sie einige Gründer und können sich Tipps holen. Die einzige Hürde, die es dabei zu beachten gilt, ist der andere Gründer selbst – denn Selbstständige sind normalerweise nicht dafür bekannt, sich viele Stunden mit Ihnen hinsetzen und Probleme erörtern zu können. Zeit ist Geld!

 

Eine Alternative besteht darin, Beratungsangebote und Seminare in Anspruch zu nehmen. Einige sind kostenlos, andere (die meisten von ihnen) sind mit finanziellem Aufwand verbunden. Hier lernen Sie im Prinzip nur etwas über die Grundlagen, denn: Natürlich sitzen Sie mit mehreren Teilnehmern in einem Seminar. Auf Ihr spezielles Projekt wird man dort nicht eingehen.

 

Die Krönung wäre ein eigener Coach: Mit ihm werden Sie einen Businessplan erstellen und so sicherstellen, dass Fehler kaum oder gar nicht auftreten. Allerdings ist dies auch mit einem wesentlich höheren Preis verbunden als die Nutzung eines einfachen Seminars. Hier ist es dann auch nicht so sehr die Frage, ob Ihnen der Coach das Geld wert ist – sondern ob Sie es sich leisten können.

 

Am Ende gilt: Schauen Sie sich einige Businessplan Beispiele an, und erarbeiten Sie dann in Ruhe – am besten mit Ihrem Team – einen eigenen Plan. Welchen Weg Sie dafür einschlagen, bleibt Ihnen überlassen. Nur überhastet sollten Sie auf keinen Fall vorgehen.

 

Credits: Photo by Volodymyr Hryshchenko on Unsplash

 

 

 

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