Jürgen Faè, CEO COMMITLY

Jürgen Faè

CEO, Founder Commitly

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Cash Flow

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Liquiditätsmanagement und Liquiditätsplanung für Unternehmer

Cashflow Berechnung, einfach erklärt!

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Cashflow-Berechnung in Unternehmen – einfach erklärt und sofort nachvollziehbar.

Man muss kein BWL-Absolvent oder ausgebildeter Steuerberater sein, um eine Cashflow-Berechnung vornehmen zu können. Unabhängig davon, ob man die Ertragskraft oder eine Gewinnausschüttung prognostizieren möchte – mithilfe dieser Kennzahl des Kapitalflusses haben Betriebswirte, Banken sowie Investoren einen schnellen Einblick in den Gesundheitszustand eines Unternehmens.

Was ist der Cashflow?

Der Cashflow (auch Cash Flow, englisch für Geldfluss, Zahlungsfluss) ist eine wichtige Bilanzkennzahl über die Finanz- und Ertragskraft von Unternehmen, durch die der Geldfluss (Geldzufluss sowie Geldabfluss) in einer bestimmten Abrechnungsperiode ermittelt wird.

Cashflow bezeichnet also lediglich den Zufluss bzw. Abfluss liquider Mittel (Cash) aus der sogenannten gewöhnlichen Tätigkeit eines Unternehmens. Fiktive Ausgaben bzw. nicht zahlungswirksame Vorgänge (z. B. Abschreibungen und Rückstellungen) werden im Cashflow nicht berücksichtigt.

Ergo: Der Cashflow als Kapitalflussrechnung ist eine Cash-Momentaufnahme. Dadurch sieht man, wie viel Geld während einer definierten Zeitperiode (üblicherweise Monat, Quartal, Jahr) in Unternehmen fließt – deshalb auch die Bezeichnung Geld- oder Zahlungsfluss. Dazu zählt der Zufluss, nach einer klassischen Gewinn- und Verlustrechnung (kurz GuV) auf der HABEN-Seite sowie der Abfluss auf die SOLL-Seite.

Verlust trotz positivem Cashflow-Ergebnis?

Bestimmt kennen Sie die folgende oder eine ähnliche Aussage: „Das Unternehmen hat einen positiven Cashflow, hier sollte man investieren!“

Macht auf den ersten Blick auch Sinn. Mehr auf der Haben-Seite als auf der Soll-Seite = Gewinn.

Aus Sicht eines Steuerberaters oder Buchhalter ist dies jedoch nicht ganz korrekt. Bei genauer und vor allem betriebswirtschaftlicher Betrachtung ist dieses Ergebnis zwar augenscheinlich korrekt, jedoch nicht, wenn man die sogenannte erforderliche „direkte Berechnung“ berücksichtigt.

Was ist der Unterschied zwischen der direkten und der indirekten Cashflow-Berechnung?

Grundsätzlich gibt es bei der Cashflow-Berechnung zwei Berechnungsmethoden: die „direkte Berechnung“ und die „indirekte Berechnung“.

Beide Kapitalflussrechnungen sind gängig und führen zu einem korrekten Ergebnis. Wann man welche Methode anwendet, ist jedoch bedarfsabhängig.

Sehen wir uns die beiden Berechnungsmodelle im Vergleich an.

Direkte Cashflow-Berechnung vs. Indirekte Cashflow-Berechnung

Direkte Cashflow-Berechnung

Vorteilhaft bei der direkten Cashflow-Berechnung ist die Einfachheit und somit Geschwindigkeit dieser Variante, mit der Sie zu einem Ergebnis kommen. Als Nachteil wird bei dieser Berechnungsmethode oftmals die ausbleibende Detailliertheit bemängelt.

Nochmals erwähnt: der Cashflow bzw. der Kapitalfluss ist eine zeitlich eingeschränkte Momentaufnahme des Geldflusses, der Zahlungsströme. Das heißt: Welches Ergebnis habe ich in der selbst definierten Periode (beispielsweise ein Monat), wenn ich die SOLL-Seite von der HABEN-Seite subtrahiere?

Cashflow-Formel der direkten Berechnung:

HABEN minus SOLL = Cashflow

Auf der HABEN-Seite werden alle zahlungswirksamen Erträge verbucht. Beispielsweise:

  • Einzahlungen aus Umsätzen / Forderungen
  • Sonstige Einzahlungen wie etwa Eigenkapitaleinlagen
  • Kreditaufnahme
  • Etc.

Auf der SOLL-Seite werden alle zahlungswirksamen Aufwendungen verbucht. Beispielsweise:

  • Auszahlungen für Personal und Verbindlichkeiten
  • Auszahlungen für Material und Waren
  • Sonstige Auszahlungen
  • Kredittilgung
  • Etc.

Direkter Cashflow einer Privatperson – (Beispiel Student)
Wenn ich als Student 300 Euro Miete, 300 Euro für Lebensmittel und 400 Euro für andere Interessen ausgebe, aber nur 800 Euro im Nebenjob verdiene, ist der Cashflow um 200 Euro negativ.

Die konkrete Kapitalflussrechnung lautet: ([HABEN800]-[SOLL1000]) = -200 Euro Ergebnis.

Direkter Cashflow eines Unternehmens – (Beispiel Frisör)
Im Fall einer Salon-Nettomiete von 1.000 Euro, Lohnkosten von 2.000 Euro, 250 Euro Werbekosten und 250 Euro Pflegeprodukt-Kosten liegt man bei 3.500 Euro auf der SOLL Seite. Bei Einnahmen durch die Frisör-Dienstleistung ergeben sich netto 5.000 Euro. Der Cashflow ist somit um 1500 Euro positiv.

Die konkrete Kapitalflussrechnung lautet: ([HABEN5000]-[SOLL3500]) = 1.500 Euro Ergebnis.

Indirekte Cashflow-Berechnung

Diese Berechnungsmethodik ist unter Steuer- und Unternehmensberatern oder erfahrenen Betriebswirten die deutlich beliebtere, da sie den echten Gesundheitszustand des Unternehmens widerspiegelt. Als Nachteil wird hier oftmals die Komplexität der erforderlichen Datenerhebung genannt.

Cashflow-Formel der indirekten Berechnung:

GEWINN plus nicht zahlungswirksame Aufwendungen = Cashflow

Die indirekte Berechnung ist in der Kalkulation ebenfalls einfach, jedoch aufgrund erforderlicher Daten meist nur bedingt eigenständig möglich. Mit Unterstützung eines Steuerberaters oder Buchhalter ist die indirekte Cashflow-Berechnung jedoch ebenfalls eigenständig kalkulierbar. Auch hier gilt eine definierte Periode – im Fall der indirekten Berechnung immer ein Geschäftsjahr.

Konkret: Gewinn plus nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Abschreibungen sowie Rücklagen) = Cashflow.

Indirekter Cashflow eines Unternehmens – (Beispiel Druckerei)
Eine Druckerei hat monatliche Ausgaben (SOLL) in der Höhe von 15.000 Euro und Einnahmen in der Höhe von 20.000 Euro. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Gewinn von 60.000 Euro in diesem Geschäftsjahr. Die Rückstellungen und Abschreibungen liegen in diesem Jahr bei 80.000 Euro. Die Druckerei hat somit nach der indirekten Cashflow-Berechnung ein Ergebnis von 140.000 Euro.

Die indirekte Kapitalflussrechnung lautet: ([GEWINN60.000]+[n.z.w.AUFWENDUNGEN80.000]) = 140.000 Euro Ergebnis.

Fazit zur direkten und indirekten Cashflow-Berechnung

Anhand der oben angeführten Beispiele kann man erkennen, dass die Variablen Gewinn, Rückstellung und Abschreibung durchaus dazu führen können, dass sich das Ergebnis dahin gehend verändert, dass das Geschäftsjahr positiv wirkt, es aber nicht ist.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich, neben dem Cashflow / Finanzfluss auch alle anderen betrieblichen Aufwände anzusehen, um einen echten Einblick in die Liquidität eines Unternehmens zu erlangen.

Die Cashflow-Formeln (zur Erinnerung)

Mit den beiden Cashflow-Formeln gelingt Ihnen jede Berechnung der Zahlungsströme ganz einfach. Die Formel der direkten Cashflow-Berechnung liefert rasche Einblicke in die finanzielle Situation, die Formel der indirekten Cashflow-Berechnung hingegen ist detaillierter und bietet daher einen genaueren Einblick in die Liquidität eines Unternehmens.

  • Cashflow-Formel der direkten Berechnung: HABEN minus SOLL = Cashflow
  • Cashflow-Formel der indirekten Berechnung: GEWINN plus nicht zahlungswirksame Aufwendungen = Cashflow

Welche Bedeutung hat der Cashflow in Bezug auf die Liquidität?

Durch das Ergebnis der Kapitalflussrechnung, dem aktuellen Cashflow, lassen sich Rückschlüsse auf die Liquidität ziehen.

Positiver Cashflow = Liquidität

Fällt der Cashflow positiv aus, bedeutet dies, dass ein Überschuss besteht.

Ausgaben < Einnahmen = positiver Cashflow = Überschuss

Ist der Cashflow positiv, sind also die Ausgaben niedriger als die Einnahmen und es entsteht ein Überschuss. Die Liquidität ist somit gegeben und es können Zahlungen getätigt, Schulden getilgt oder Investitionen getätigt werden.

Negativer Cashflow = Liquiditätsengpass

Fällt der Cashflow negativ aus, bedeutet dies, dass ein Defizit besteht.

Ausgaben > Einnahmen = negativer Cashflow = Defizit

Ist der Cashflow negativ, sind also die Ausgaben höher als die Einnahmen und es entsteht ein Defizit. Die Liquidität ist somit nicht gegeben und es können vorübergehend – also für den Zeitraum des Liquiditätsengpasses – keine Zahlungen getätigt, keine Schulden getilgt und keine Investitionen getätigt werden.

Ihr nächster Jahresabschluss – jetzt steuern Sie, dank der erlernten Cashflow-Berechnung!

Da, wo Sie früher beraten wurden, sind Sie nun zahlungsorientierter und können sich selbst helfen.

  • Lohnt sich noch eine Investition in diesem Geschäftsjahr?
  • In welcher Höhe ist die Gewinnausschüttung sinnvoll?
  • Sollte eine Abschreibung vielleicht in diesem Geschäftsjahr bei der Anschaffung Ihrer neuen Hardware vermieden werden?

Vieles lässt sich durch die Cashflow-Berechnung im Geschäftlichen wie auch im Privaten selbst beantworten.
Sie planen, eine von Ihnen definierte Kennzahl an Erspartem bis zu einem bestimmten Stichtag zu erreichen? Dazu müssen Sie einfach den persönlichen Cashflow berechnen und können dann selbst Einfluss darauf nehmen. Diese Kalkulation sollte Ihnen dank der in diesem Artikel gewonnenen Erkenntnisse über die Cashflow-Berechnung nun ganz leichtfallen.

 

Credits: Foto von pixabay, by Stevepb

 

 

 

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